Rückbeugen konfrontieren uns mit unserer Verletzlichkeit.

In dem Moment, in dem wir uns nach hinten beugen, exponieren wir unsere verletzliche Körpervorderseite – den Hals, die lebensnotwendigen Organe in Brustkorb und Bauch und die Geschlechtsorgane. Daher können Rückbeugen zunächst oft Angst und Enge mit sich bringen – der Atem stockt – denn das Zwerchfell hat nicht ausreichend Raum wenn der untere Rücken nur “abknickt”.

Das sich nach hinten öffnen konfrontiert auch mit angewohnter emotionaler Körperhaltung. Schultern, die durch Stress, emotionaler Belastung, Sorge und Angst nach vorne ziehen – um das Herz zu schützen – werden in den Rückbeugen gefordert, diese Spannung nach und nach zu lösen – was unweigerlich eine emotionale Antwort mit sich bringt. Daher wollen wir das Beugen nach hinten behutsam und voller Mitgefühl üben. In jeder dieser Formen haben wir die Gelegenheit von der Mitte des Herzens aus Mitgefühl durch den Körper und darüber hinaus strömen zu lassen.

Diese Praxis kann nicht nur die Spannung in unseren Gewebeschichten lösen, sondern auch emotionale Knoten lösen. In dieser Einheit bauen wir für das Rückbeugen eine starke Basis und eine gute Verbindung zur Erde auf. So können wir uns ohne Angst oder Schmerzen und voller Hingabe den herzöffnenden Rückbeugen öffnen.

*** etwas Vorerfahrung im Yoga empfehlenswert! ***